Donnerstag, 20. August 2009

Inglourious Basterds

Ein Kino soll brennen. Einfaches Ziel für den Filmemacher... im Plot. Das Streits war rappelvoll und höchst angespannt vor Beginn. Die gewohnte Eispause wurde mit unruhigen Spekulationen im allgemeinen Gemurmel überbrückt, nur die drei amerikanischen Studenten neben mir unterhielten sich über das Bier aus der Werbung, ich bemerkte ein Guinness-Shirt. Während des Films wurde mir klar, warum ich OV so sehr schätze: jeweils zu einem Drittel des Films wird in einer anderen Sprache gesprochen, d.h. Englisch, Deutsch und Französisch, was die gesamte Geschichte um einiges realistischer gestaltet. Dass dann auch noch Deutsche von Deutschen gespielt wird, ist sowieso der Clou des Castings.
Die martialischen Skalpierungen und ähnliche Späße sind natürlich nicht zensiert, Tarantino blieb seinen Füßen treu und Brad Pitts fantastischer Tennessee-Akzent zauberte nach dem ersten Wort bereits ein Lächeln auf die Gesichter im Saal. Ein Negerwitz im Mittelteil jagte den Menschen Tränen in die Augen, ich erinnerte mich an Gran Torino... Quentin war diesmal leider nicht dabei, aber das bemerkte ich erst zum Schluss, ja, nachdem Hitler in Stücke zerfetzt wurde. Der letzte Skalp wurde genommen, das Publikum applaudierte laut, der Film war aus. Bravo!

Mittwoch, 19. August 2009

Leichtathletik

Ich habe mir ein Omlett gemacht. Lecker so ein Omlett. Erbsen und Nudeln waren da auch drin, also alles mögliche, was in meinem Vorratsschrank noch übrig war. Sechs Eier waren dann aber doch zuviel - musste wohl etwas übrig lassen. Den Abend konnte dies aber nicht vermiesen, denn schließlich lief wieder einmal Leichtathletik, ein toller Sport. Der Jamaikaner mit dem ungewöhnlichen Namen machte mir bei Olympia alles schmackhaft. Diese Vielfalt ist interessant: Während in der einen Einblendung zentnerschwere Muskeltörtchen aus China die Kugel stoßen, laufen in einer anderen vollkommen abgemagerte Kenianer 10km in Bestzeit - grandios sowas! Sonntag begann mein Fernsehspaß für die nächste Woche mit den Siebenkämpferinnen und einem Schlusssprint der Extraklasse von Jenni, einer Silbermedallie und der Gewissheit, dass dies bestimmt nicht die letzte sein wird. Die 100m der Männer standen jedoch im Vordergrund und wieder stand da ein großer schwarzer Mann mit komischen Namen in der Mitte der Starter. Ein Knall ertönte und 9,58 Sekunden später stand mein Mund weit geöffnet und ich begann zu grinsen. Dieser Typ schreibt Sportgeschichte, ein Michael Phelps im Sprint und hat seinen Spaß dabei wie ein kleiner Junge bei DIE SIEDLER II. Ich trank mein Astra aus und ging zu Bett, der Sport ist gewiss anstrengend und der nächste Tag konnte beginnen.
Nachdem die dicken Kugelstoßerinnen ihre Kugeln stießen und Nerius den Zahnstocherweitwurf gewann, haute mich heute dieser Bär vom Sofa. Harting schleudert den Polen auf Platz Zwei und vergewaltigt das Maskottchen auf der Tartarnbahn... den Berlinern gefällt's, mir auch! Jetzt warte ich auf einen Bolt und einen neuen 200m-Rekord, doch leider leider habe ich mir Karten für die Inglorious Basterds Premiere in OV im Streits reserviert... schade, aber gut zu verkraften. So, genug geprahlt und in den Himmel gehoben, ich schmeiße jetzt den Rest Ei + Erbsen + Nudeln weg und geh auf's Klo und über meinen Stimmzettel grübeln...

Montag, 17. August 2009

Mittwoch, 5. August 2009

Stühle sind knapp hier. Noch viel beschissener ist die Tischsituation: Einen Esstisch inklusive Stühle für vier Personen eine couch (zirka 3-4 Plätze) plus kleinem Wohnzimmertisch (siehe Foto). Problematisch, wenn mehrere Freunde in einer gemütlichen Runde zusammensitzen mögen und vielleicht ein zwei Bier dabei kippen möchten.
Die gurkische Lösung, ganz nach Vorbild der Superbude (danke Ramo, dass du mich darauf gebracht hast): Einen Kasten Astra Rotlicht austrinken, umdrehen und Kissen drauf. Schwupps ist die perfekte Sitzgelegenheit auf Höhe des Wohnzimmertischs gefunden und ein optimaler Blickkontakt aller Beteiligten zueinander gesichert.
Der zweite Hocker ist in Arbeit.


Gurke der Woche!

Sonntag, 2. August 2009

Besuchszeit

Nachdem mir vor über einer Woche Ramona mit Lemmi einen Besuch abstattete, war es dieses Wochenende nun Zeit für Micha, meinen Indiekollegen. Zwei Bärtige und eine menge Bier können eben immer gut miteinander. Zufälligerweise war auch Marie in der Stadt, sodass die Abende in einer fröhlichen Dreierrunde verbracht wurden, denn die Hamburger enttäuschten auf dem Gebiet der Trinktaktik und meldeten sich gen Geisterstunde wieder ab. Die übliche Rundfahrt über Schanze und Kiez bestimmten den ersten Abend, während Samstag ein gepflegtes Biernick an der Alster stattfand. Schwani der Schwan wird es wohl nicht so schnell vergessen. Die allwöchentliche Shoppingtour brachte nicht nur neue (alte) Platten von Simon & Garfunkel, Jestofunk oder Electric Light Orchestra, sondern auch den ersten Besuch bei Urban Outfitters, den wahrscheinlich interessantesten Modeladen voller sinnloser Spiele und sündhaft teuren Klamotten - da bereut man zwischenzeitlich die Einkäufe des letzten Monats und weint einem Batman-Shirt hinterher, das es leider nur noch in Large vorrätig ist.
Trösten konnte mich lediglich ein Milchshake in der Lieblingseisdiele. Dass die schnuckelige Verkäuferin vor lauter Wuschigkeit angesichts meines Barts, den Kaffee von Micha nun schon zum zweiten Mal in zwei Tagen vergaß, brachte uns zum verschmitzten Grinsen und bietet nun Anlass zu netten Spekulationen.
Nun beginnt die letzte Woche one-man-show für mich in der Kitaküche und sehne Natalies Rückkehr herbei, die endlich meine Mittagspausen wieder zu humanen Zeiten stattfinden lassen wird...
Freitag geht es übrigens wieder ins Kaff zurück. Bütiparty und so. Vor allem aber sehe ich Paula wieder - ich freu' mich drauf!

Dienstag, 28. Juli 2009

Hobbythek

Meine Großinvestition für den Juli ist nun angekommen: der Plattenspieler. Für etwas mehr als 70 Piepen bekommt man bei Amazon bereits ein Gerät, das 33, 45 und 78 Umdrehungen bietet, ein eingebautes Radio aufweist und (als kleiner Clou) die gespielte Platte auf einen USB-Stick kopieren kann! Nach reifer Überlegung schlug ich zu und begab mich sogleich zur Schanze und wälzte die Vinylläden. Der Wühltisch tat es mir an, der Körperkontakt von muffenden Punks und dicken Frauen in Darm-Hose schreckte nicht ab und so gelang mir für Zehn Euro eine gelungene Jagd. Zwei Doppelalben mit den besten Partyhits der 60er (Humba-Humba-Tätärä, Bier her, Bier her oder ich fall' um, Schnaps, das war sein letztes Wort usw.), eine Zusammenstellung mit den Tophits irgendeines bestimmten Jahres (mit Ti Amo uvm.), der Soundtrack von The Graduate von Simon & Garfunkel, ein Album ungarischer Folklore, eines von einer interessanten E-Punk-Hamburger-Gesamtschule-Band namens Christian Kreuz und eine (ich denke) tschechische Compilation mit Blondie, Ten Years After Jethro Tull par exemple. Jetzt freue ich mich auf das Stöbern in anderen Läden und auf potentielle Geschenke zu jeder Gelegenheit ;)