
Jawoll, es ist vollbracht! Zwei Jahre des Absitzens sind passé und nun geht es los mit dem (fast) sorgenfreien Autofahren. Überhöhte Geschwindigkeiten können nun nicht mehr ein Aufbauseminar mit sich ziehen und die Probezeit verlängern, die Ketten meiner Fahrerei sind damit gesprengt! Das mit dem Bier im Blut am Steuer dauert leider noch etwas, aber bis dahin... gute Fahrt und immer die Augen offen halten ;)
"Tütülüdü" sacht der Mann aus Mülheim. Wullewupp Kartoffelsupp nennt er sein Bühnenprogramm, Cirque du Kautz seine Band - ja, Helge macht bereits im Vorfeld Laune. Seine Kombo veranstaltete ein gemütliches Beisammensein mit Jazz, Komik und Unterhaltung vom Feinsten. Sergej Gleitmann stehlte dabei fast allen anderen die Show, als er langbärtig und in Leggings über die Bühne hüpfte, sich als Frau verkleidete oder Aerobic-Übungen durchführte. Die Band musste sich da schon ins Zeug legen und Pete York legte daraufhin das längste Solo hin, das ich jemals live gesehen habe: ganze 7 Minuten Schlagzeug!Achtung: Beim Lesen bitte Slide Away abspielen!
29. Aug. 2009 02:38 :
"Oasis haben sich aufgelöst."
Mein Bruder ist für Überraschungen gut, doch diese Nachricht schockte schon sehr, sodass ich zunächst nicht ganz genau wusste, wo und wer ich war, mein Geist war vielmehr auf der Suche nach meinem Herzen, das irgendwo zwischen Bauchnabel und Leiste gerutscht war.
Ich erinnerte mich zurück, wie ich mit der Band zum ersten Mal in Berührung kam und denke da an Wonderwall, was ewig im Fernsehen lief, zu einer Zeit, als ich Musikfernsehen stinkelangweilig fand, Definitely Maybe und What's the Story Morning Glory gar nicht wirklich wahrgenommen habe, aber dennoch den Namen im Kopf behielt: Oasis. Als Don't Believe the Truth herauskam und Lyla einfach alles und jeden eroberte, schloss sich der Kreis und ich hörte mir eifrig alle Alben an und genoss den Zauber. 2004 ging es dann in Frankfurt auf's Konzert und damit lernte ich den eigentlichen Hype, den es um die Band gab, erst richtig kennen. Manchester City - Trikots, riesige Flaggen und einen Haufen Männer, die beim Anblick Liams in Ohnmacht fielen. Dank meines Bruders lernte ich diese ganz eigene Subkultur zu schätzen und kannte nach kurzer Zeit die wichtigsten Texte auswendig. An meinem Geburtstag 2009 sah ich dann den zweiten und letzten Gig für's Erste, staunte nochmals über die Aura der Gallaghers.
Doch nun soll alles vorüber sein? Ein simpler Geschwisterstreit führt so solch einer Tragödie? Liams Dickkopf wird Noel nicht so schnell nachtrauern, wohl aber bemerken, dass dem Körper Oasis die Seele entschwunden ist ohne Songwriter, Leadgitarrist und zweitem Sänger. Vielleicht meinen sie es auch bald wieder gut mit uns und spielen wieder miteinander, doch solange wollen wir Slide Away hören und unsere ganz persönlichen Augenblicke mit dieser Band reflektieren und ein zweites Mal genießen - adieu Noel, bis bald hoffentlich.
Mannschaften ein. Der Wachmann verjagte uns auf die Straße, doch ist dies in einer Sackgasse im Gewerbegebiet nichts gefährliches, die Fürsorgepflicht wurde nicht so arg vernachlässigt, wie man vielleicht annehmen mag.
Freizeitmöglichkeiten und so sieht man heute in den Parks herumlümmelnde Mittfünfziger, herumstreifende Gruppen von Kurden, die jagt auf ihre natürliche Feinde machen und sichtlich mitgenommene Familien im Supermarkt, die Eltern riechen nach Alkohol und das Kind fährt mit fünf Jahren immer noch im Kinderwagen, einen Snickers im Mund dabei. Nein, schön ist dies wirklich nicht... Der Schulleiter benannte uns einen Orientierungspunkt im Viertel: den weißen Riesen. Dieser entpuppte sich als ein baufällig gewordener Turm, weiß angestrichen und merkwürdigerweise isoliert von jeglichem Nachbargebäude gelegen, sodass er eher wie ein überdimensionaler reifer Pickel in den Himmel ragte. Ein Glück, dass wir in einer etwas abgetrennten Zivildienstschule lebten. Das Haus, ein schöner Bau, ist Mitte der 80er errichtet worden, der Basketballplatz mit frischem Tartarn versehen und allgemein im gepflegten Grün gelegen. Billiardtische, Kicker, Tischtennisplatte
und viel andere Freizeitmöglichkeiten boten viel Abwechlung und gestalteten die unterrichtsfreie Zeit immer sehr amüsant, vor allem nach den ersten Bieren. Die 90 Jungs, die hier mit mir weilen sind alle sehr entspannt und sehr humorvoll. Kaum einer, der keine Lust auf Bier und viel Gelächter hat, etwas zocken möchte oder ein wenig über sich und sein Leben quatscht. Ich bemerkte im Laufe der Zeit, dass mein Zivildienst einer der besseren ist, da gibt es deutlich schlimmere Dienststellen, die ihre Zivis kaputtarbeiten lassen und Arbeitskräfte durch sie zu ersetzen versuchen.
zwischen den Fronten stehe, als Zugezogener, sondern auch, weil ich mitten im Gästeblock stand, Kohorte vorne rechts, den restlichen Haufen um mich herum. Kevin natürlich pflichtbewusst am Mitsingen und Bekannten die Hand schütteln, während wir "Fremden" uns dem Bier zuwandten, ein guter Sorgenkiller im Stadion. Diverse Gesichter waren mir wohl vertraut, beim Zapfhahn begegnete ich nicht nur einmal einen alten Freund und in der Halbzeitpause sogar Familie Tödter, die sich es nicht nehmen lassen hat und zum Spiel anreiste, auch wenn Simon zu Hause den dicken Fuß hochlegen musste.
Ein Kino soll brennen. Einfaches Ziel für den Filmemacher... im Plot. Das Streits war rappelvoll und höchst angespannt vor Beginn. Die gewohnte Eispause wurde mit unruhigen Spekulationen im allgemeinen Gemurmel überbrückt, nur die drei amerikanischen Studenten neben mir unterhielten sich über das Bier aus der Werbung, ich bemerkte ein Guinness-Shirt. Während des Films wurde mir klar, warum ich OV so sehr schätze: jeweils zu einem Drittel des Films wird in einer anderen Sprache gesprochen, d.h. Englisch, Deutsch und Französisch, was die gesamte Geschichte um einiges realistischer gestaltet. Dass dann auch noch Deutsche von Deutschen gespielt wird, ist sowieso der Clou des Castings.
so ein Omlett. Erbsen und Nudeln waren da auch drin, also alles mögliche, was in meinem Vorratsschrank noch übrig war. Sechs Eier waren dann aber doch zuviel - musste wohl etwas übrig lassen. Den Abend konnte dies aber nicht vermiesen, denn schließlich lief wieder einmal Leichtathletik, ein toller Sport. Der Jamaikaner mit dem ungewöhnlichen Namen machte mir bei Olympia alles schmackhaft. Diese Vielfalt ist interessant: Während in der einen Einblendung zentnerschwere Muskeltörtchen aus China die Kugel stoßen, laufen in einer anderen vollkommen abgemagerte Kenianer 10km in Bestzeit - grandios sowas! Sonntag begann mein Fernsehspaß für die nächste Woche mit den Siebenkämpferinnen und einem Schlusssprint der Extraklasse von Jenni, einer Silbermedallie und der Gewissheit, dass dies bestimmt nicht die letzte sein wird. Die 100m der Männer standen jedoch im Vordergrund und wieder stand da ein großer schwarzer Mann mit komischen Namen in der Mitte der Starter. Ein Knall ertönte und 9,58 Sekunden später stand mein Mund weit geöffnet und ich begann zu grinsen. Dieser Typ schreibt Sportgeschichte, ein Michael Phelps im Sprint und hat seinen Spaß dabei wie ein kleiner Junge bei DIE SIEDLER II.
Stühle sind knapp hier. Noch viel beschissener ist die Tischsituation: Einen Esstisch inklusive Stühle für vier Personen eine couch (zirka 3-4 Plätze) plus kleinem Wohnzimmertisch (siehe Foto). Problematisch, wenn mehrere Freunde in einer gemütlichen Runde zusammensitzen mögen und vielleicht ein zwei Bier dabei kippen möchten.
Nachdem mir vor über einer Woche Ramona mit Lemmi einen Besuch abstattete, war es dieses Wochenende nun Zeit für Micha, meinen Indiekollegen. Zwei Bärtige und eine menge Bier können eben immer gut miteinander. Zufälligerweise war auch Marie in der Stadt, sodass die Abende in einer fröhlichen Dreierrunde verbracht wurden, denn die Hamburger enttäuschten auf dem Gebiet der Trinktaktik und meldeten sich gen Geisterstunde wieder ab. Die übliche Rundfahrt über Schanze und Kiez bestimmten den ersten Abend, während Samstag ein gepflegtes Biernick an der Alster stattfand. Schwani der Schwan wird es wohl nicht so schnell vergessen. Die allwöchentliche Shoppingtour brachte nicht nur neue (alte) Platten von Simon & Garfunkel, Jestofunk oder Electric Light Orchestra, sondern auch den ersten Besuch bei Urban Outfitters, den wahrscheinlich interessantesten Modeladen voller sinnloser Spiele und sündhaft teuren Klamotten - da bereut man zwischenzeitlich die Einkäufe des letzten Monats und weint einem Batman-Shirt hinterher, das es leider nur noch in Large vorrätig ist.